Kinder, die zum ersten Mal auf einer Schaukel sitzen, sind oft enttäuscht. „Und jetzt? Das sieht doch so herrlich einfach aus!“ Sie warten etwas hilflos auf die Hilfe eines anderen. Nur ein kleiner Schubs, mehr ist oft gar nicht nötig, um in Bewegung zu kommen. Doch auf einmal – mit dem entsprechenden Impuls von außen – gelingen die Bewegungen nach und nach von alleine und plötzlich spüren sie den Wind und das kurze Flattern im Bauch als hätte dieser beschlossen, für einen Sekundenbruchteil Astronaut zu werden.
Auch in unserem Berufsleben geht es uns oft nicht anders. Oftmals beneiden wir andere, um ihre Kreativität und ihren Erfindergeist. „Wie kommen die nur darauf?“ Doch wenn wir immer im selben Einheitsbrei schwimmen, wie sollen wir mit neuen Ideen gefüttert werden? Weiterbildung, Job Rotations, Reisen, neue Hobbys – es gibt viele Möglichkeiten nach Inspiration zu suchen. Aber wie soll man das immer in seine Lebenssituation integrieren? Wie finanzieren? Woher die Zeit nehmen?
Da macht es Sinn, sich zu fragen, mit welchen kleinen Schubsern wir in unserem Alltag immer wieder neue Impulse generieren können? Ich für mich habe hier ganz klare Antworten gefunden.
- Bücher: Für andere nicht immer nachvollziehbar, fängt mein Gesicht vor einem prall gefüllten Bücherregal zu strahlen an. Und welche Reisen, welche Eindrücke kann man erleben, wenn man ein paar Stunden in die Welt eines Buches entflieht. Und da ist es egal, ob Sachbuch oder Roman. Lesen ist Abenteuer im Kopf!
- Laufen: Beim Laufen lüfte ich meinen Kopf durch und lass meine Gedanken fließen. Hier schreibe ich schon im Kopf meine nächsten Texte und plane die nächsten Schritte. Manchmal überhole ich mich dabei selbst und nicht alles, was mir so an Geistesblitzen durch den Kopf schießt, schafft es bis an den Schreibtisch. Aber die Impulse bleiben und helfen mir fast immer weiter.
- Online-Kurse: Neben kostenpflichtigen Kursen, die zeitlich flexibel planbar sind, gibt es auch viele Gratisangebote, etwa auf LinkedIn und anderen Plattformen, die kurz und kompakt eine Vielzahl an Inhalten vermitteln.
- Seminare, Tagungen, Vorträge: Es gibt mittlerweile viele kostenlose Angebote von Gemeinden, Kammern und Bildungseinrichtungen – sei es in Präsenz oder digital. Nutzt so viel ihr kriegen könnt und lasst euch überraschen, welche Ideenfunken in euch entfacht werden können. Letztes Jahr hatte ich etwa eine inspirierende und aufrüttelnde Keynote von Carina Zehetmaier erlebt mit dem Titel „Zukunft Lernen: KI in der Erwachsenenbildung – wie Technologie den Trainingsalltag revolutioniert und herausfordert!“. Dies war ein Anstoß für mich, mich noch viel intensiver mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Ein Gedanke aus diesem Vortrag war etwa, dass das „Nichtwissen“ in diesem Bereich bald gleichzusetzen sein wird mit Analphabetismus. In Studien wird immer wieder ausgewiesen, dass viele Führungskräfte der Überzeugung sind, dass das Thema KI immens wichtig ist, im eigenen Unternehmen werden aber vergleichsweise noch viel zu wenige Schritte in diese Richtung unternommen. Dies macht mir immer wieder deutlich, wie wichtig es ist, am Ball zu bleiben und die Zeichen der Zeit nicht zu verschlafen.
„Man entdeckt keine neuen Länder, wenn man immer den Spuren anderer folgt.“
Insofern – traut euch aus der Reihe zu tanzen und immer wieder etwas Neues auszuprobieren!!